2 Follower
2 Ich folge
Hazard

Hazard

Ich lese gerade

Obsession
Simon Beckett
Er ist wieder da
Timur Vermes, Christoph Maria Herbst
Nine Stories
J.D. Salinger
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Teil 1-7 Gesamtausgabe (À la recherche du temps perdu #1-7)
Marcel Proust, Peter Matic
The Complete Calvin and Hobbes
Bill Watterson
Schmidt liest Proust
Jochen Schmidt
Einmal durch die Hölle und zurück
Josh Bazell, Thomas Gunkel, Malte Krutzsch
By Its Cover (Commissario Brunetti, #23)
Donna Leon
Die historischen Romane
Umberto Eco, Burkhart Kroeber, Philipp Blom
Asterios Polyp - David Mazzucchelli Asterios Polyp ist ein höchst interessanter Graphic Novel, sowohl was die Zeichnungen hinsichtlich Stil und Farbgebung betrifft als auch die Wahl der Erzählperspektive und nicht zuletzt die behandelten Themen.
Beziehungen zwischen Charakteren werden durch die Farbgebung und den Stil der Bilder verdeutlicht. Die Hauptcharaktere erhielten jeweils einen eigenen Zeichenstil. Damit gelingt es David Mazzucchelli auf faszinierende Weise die Beziehungen zwischen Personen zu verdeutlichen. Je näher sich zwei Personen kommen, umso mehr vermischen sich die jeweiligen Zeichenstile. Die Farbgebung der Bilder steht dabei sowohl für verschiedene Personen als auch für verschiedene Zeiten und zusammenhängende Ereignisse.
Erzähler ist der bei ihrer Geburt verstorbene Zwilling des Titelhelden. Jener steht vor den Scherben seines Lebens und begibt sich auf eine Reise der Selbstreflexion. Auf dieser Grundlage wirft der Autor philosophische Fragen auf, bedrängt den Leser jedoch nicht mit definitiven Antworten. Unter anderem behandelt er die Wahrnehmung der Welt durch Individuen und die Beziehungen von Personen untereinander sowie den Einfluss dieser Beziehungen auf die Wirklichkeit. Wäre das Leben des Zwillings identisch verlaufen, wenn Asterios gestorben wäre? Welche Kausalitäten vermutet man hinter der eigenen, aktuellen Lebenssituation? Ist das eigene Selbstverständnis der Grund meines Scheiterns?
Das Buch bietet dem Leser eine wahre Fülle von interessanten Denkansätzen und nimmt dabei auch auf viele verschiedene historische Personen und Philosophien Bezug. Zwar ist es relativ kurz, jedoch lädt es zu längeren Überlegungen ein und wird auch bei mehrmaligem Lesen noch weitere Facetten preisgeben, die beim ersten Mal unentdeckt blieben.