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Hazard

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Schande - J.M. Coetzee, Reinhild Böhnke Das Buch ist flüssig geschrieben, Coetzees Sprache ist klar und verzichtet auf unnötige Schnörkel.
Diese packt er lieber in die Handlung. Es wurden zu viele Themen in das Buch gepackt: Altern, Generationenkonflikt, sexuelle Frustration, sexuelle Belästigung, Vergewaltigung, Rache, Vergebung, Rassismus, Erbschuld, Sühne, Wahrheitskommission, „Rainbownation“, Tierschutz, Selbstfindung… was man dem Autor noch zugute halten kann ist, dass er das alles auf relativ wenigen Seiten unterbringen kann; allerdings arbeitet er keines der Themen wirklich aus.
Gerade ab etwa der Mitte des Buches fängt er dann auch noch an, ins Philosophieren abzugleiten und nervt phasenweise mit Ansammlungen von Palaversätzen über Byron ohne allzu viel sinnvollem Inhalt.
Eigentlich bietet das Buch eine interessante Darstellung der Situation in Südafrika gegen Ende des 20. Jahrhunderts, es macht traurig, in welchem Zustand (zumindest zu diesem Zeitpunkt) das Land ist. Einige Handlungen der Charaktere, vor allem Lucies, sind nicht nachvollziehbar und das Thema der Sühne einer Erbschuld wirkt dadurch zu weit hergeholt.
Insgesamt ist auch kaum eine Entwicklung der Charaktere zu erkennen; Coetzee scheint sein Land zum Zeitpunkt des Schreibens von Schande aufgegeben zu haben.